Bedeckt
Di 22.10.
11/13°
Wolkig
Mi 23.10.
12/16°
Halbbedeckt
Do 24.10.
10/18°

Písek - Sehenswürdigkeiten

Stadtspaziergang

Aleš-Platz (Alšovo náměstí)

Písek - Stadplatz Alšovo námětí wird normalerweise „Malé náměstí“ (Kleiner Stadtplatz) genannt, und zwar wegen seiner, im Vergleich zum parallel verlaufenden „Velké náměstí“ (Großer Stadtplatz), Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Vom Hotel aus geht es in der Straße Chelčického ulice leicht abschüssig weiter bis zum Aleš-Platz (Alšovo náměstí), zuweilen auch als Kleiner Platz bezeichnet. Im Mittelalter erfüllte er die Rolle des wichtigsten Stadtrings, auf dem Markt abgehalten wurde. Als Erstes sehen wir die Marienstatuengruppe in der Mitte des Platzes. Sie stammt aus dem Jahre 1715 und wurde von dem Pilsner Bildhauer Christian Widemann und dem Horažďovicer Steinmetzen František Zeber geschaffen. Sie entstand als Ausdruck des Danks, da Písek von der letzten großen Pestepidemie, die Böhmen 1715 heimgesucht hatte, verschont geblieben war. Neben der Statue der Jungfrau Maria an der Spitze der Säule wird das Denkmal auch von Standbildern neun weiterer Heiliger geschmückt.

An der Nordseite (der weitesten entfernten Seite) des Aleš-Platzes steht das ursprünglich im Stile der Gotik errichtete Haus Nr. 85 mit einer klassizistischen, mit steinernen Vasen geschmückten Stirnseite. Darin residiert die Stadtbibliothek, die zu den ältesten Böhmens zählt (gegründet 1841).

Das Haus Nr. 75 an der Ostseite (oberen Seite) des Platzes mit einer J. A. Comenius gewidmeten Gedenktafel ist wiederum das älteste Schulgebäude der Stadt. Es steht an der Stelle eines älteren Gebäudes, in dem einst das erste Píseker Gymnasium wirkte.

Písek - Haus Zum Schwarzen Adler (U Černého orla) auf dem Aleš-Platz (Alšovo náměstí), Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Sehen wir zurück in die Richtung, aus der wir den Platz betreten haben, präsentiert sich uns an der Ecke in seiner ganzen Schönheit ein Neurenaissancegebäude mit Turm. Es ist das Haus oder besser gesagt der Palast Zum Schwarzen Adler (U Černého orla) (Nr. 50). In diesem Gebäude befinden sich heute eine Apotheke und verschiedene medizinische Einrichtungen. Ursprünglich wurde es jedoch in den Jahren 1889-1890 von der hiesigen Bürgerlichen Darlehnskasse als deren prachtvolle Residenz errichtet. Grandios wirkt der Sgraffito-Schmuck mit figuralen Motiven an der Fassade. Geschaffen wurde er vom anerkannten Maler Adolf Liebscher (1857-1919), der auch an der Ausschmückung des Nationaltheaters beteiligt war.