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Das Gebirge Písecké hory

Ein sich vom östlichen Stadtrand südöstlich in Richtung Albrechtice nad Vltavou und Temelín erstreckender, überwiegend mit Mischwald bewachsener Gebirgskamm. Die eigentliche Bezeichnung dieser zur Mittelböhmischen Hügellandschaft gehörenden geologischen Formation lautet Mehelnická vrchovina (Mehelnicer Bergland). Der höchste Berg ist der Velký Mehelník (Großer Mehelník) (632 m ü. M.). Der größte Teil des Gebirges Písecké hory gehört zur Stadt Písek und ist ein beliebtes Erholungsgebiet. Insbesondere in Stadtnähe schlängeln sich eine Vielzahl von Pfaden und Waldwegen durch das Gebirge, auf welchen z. T. auch Radfahrer auf ihre Kosten kommen können. Zu den beliebtesten Zielen gehören neben dem Velký Mehelník (Großer Mehelník) auch der Berg Jarník mit Aussichtsturm (siehe nachstehend), die Teiche Němec (Deutscher) und Nový rybník (Neuer Teich), das Tal U Vodáka (Zum Wasserwanderer), die Touristenhütte Živec und andere mehr. Ein Großteil des Gebirges Písecké hory wurde 1973 zum Naturpark erklärt.

Lehrpfade im Gebirge Písecké hory

Der älteste Lehrpfand des Gebirges  Písecké hory ist eine lehrreiche Wanderstrecke namens Auf den Wegen der Edelsteine. Er ist 7 km lang, beginnt am Waldpark Amerika und führt durch sich überwiegend in Stadtnähe befindende interessante Orte. Ziel des Pfades ist die Touristenhütte Živec.

Ein weiterer interessanter Weg ist der Lehrpfad Od Ptáčkovny k Živci (Von Ptáčkovna zum Živec). Er ist 8,5 km lang und führt Touristen durch den nördlichen Teil des Gebirges Písecké hory.

Der Große Rundweg durch die Píseker Wälder beginnt an der Weggabelung Na Trubách, die Strecke ist 18 km lang und führt auf den höchsten Berg des Gebirges Písecké hory, auf den Velký Mehelník (Großer Mehelník – 632 m ü. M.) und zum ehemaligen Goldbergwerk Havírky. Da der Weg verhältnismäßig lang und anspruchsvoll ist (steile Steigungen auf den Velký Mehelník), ist er eher für rüstigere Wanderer geeignet.

Gold wurde in Písek nicht nur gewaschen, sondern auch ganz klassisch auf Bergmannsart aus der Tiefe der Erde ans Tageslicht befördert. Das bekannteste erhaltene Überbleibsel des Goldbergbaus im Gebirge Písecké hory ist das Goldbergwerk Havírky. Bis in die heutige Zeit sind hier (zumeist zugeschüttet und überflutet) alte Schächte zu erkennen. Hier wurde vom 14. bis zum 17. Jahrhundert Gold enthaltender Quarzstein gefördert. Das zutage gebrachte Gestein wurde zur weiteren Verarbeitung in an der Otava errichtete Mühlen gebracht. Im 18. und 20. Jahrhundert gab es Versuche zur Wiederaufnahme der Goldförderung in Havírky, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren.

Hůrky

Ein durch den Schulforst Hůrky führender Lehr-Rund-Pfad in der Nähe der Gemeinde Smrkovice (ca. 3 km südlich von Písek). Das Gebiet umgrenzen die Gemeinden Smrkovice, Selibov, Putim und Heřmaň.

Der 6 km lange Pfad mit 17 Stationen mit Informationstafeln ist gleichwohl für Wanderer und Radwanderer geeignet und macht Besucher mit der Problematik der Waldpflege, der Forstwirtschaft und der Tierhaltung vertraut.

Ausgangspunkt ist die von Smrkovice aus entlang der blauen Markierung zugängliche Station U Dubu (An der Eiche). Radfahrer gelangen auf den Radwanderwegen Nr. 1043 und 1044 zum Ausgangspunkt.

Der Aussichtsturm Jarník

Die feierliche Einweihung des stählernen, fast 60 m hohen Aussichtsturms auf dem gleichnamigen Berg (606 m ü. M.) fand am 9. Oktober 1997 statt. Auf dem Weg nach oben hat man 182 Stufen zu überwinden, um die Aussicht von der Aussichtsplattform in einer Höhe von 34,6 m auf die Stadt Písek und bei schönem Wetter auch auf die Mittelböhmische Hügellandschaft, die Hügellandschaft Brdy, das Böhmisch-Mährische Hochland, den Wald Blanský les und die Gipfel des Böhmerwaldes genießen zu können. Interessant an diesem Bauwerk ist die doppelte Wendeltreppe – auf einer gelangt man nach oben, auf der zweiten dann wieder nach unten.

Zugänglichkeit und Öffnungszeiten: Der Aussichtsturm ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Von Písek aus gelangt man in östlicher Richtung zur Touristenhütte Živec, von hier aus entlang der blauen Wandermarkierung auf ca. 700 m zum Aussichtsturm.
GPS: 49°18'28.727"N, 14°11'32.816"E

Der Aussichtsturm Velký Kamýk

Errichtet wurde der Aussichtsturm im Jahre 2002, um Mobilfunkoperatoren und Touristen gleichermaßen zu dienen. Die Konstruktion besteht aus einem zentralen Tubus und vier Seitenstützen in Form einer Hyperbel. Der Aussichtsturm befindet sich unterhalb des Gipfels des Velký Kamýk in einer Meereshöhe von 515 m und ist 65 m hoch. Die Aussichtsplattform befindet sich 30 m über der Erdoberfläche. Der Ausblick westwärts wird zwar von Bäumen behindert, in die anderen Richtungen kann man jedoch u. a. den Böhmerwald, die Hügellandschaft Brdy, Písek und das Gebirge Písecké hory erblicken.

Zugänglichkeit und Öffnungszeiten: Der Aussichtsturm ist täglich frei zugänglich. Der Schlüssel ist eventuell im Haus Nr. 22 in Velké Nepodřice zu verlangen. Mit dem Auto kann man von Písek über Velké Nepodřice bis zum Aussichtsturm gelangen.
GPS: 49°18´49.5036´´N 14°3´58.7988´´E