Bedeckt
Di 23.1.
0/4°
Wolkig
Mi 24.1.
0/7°
Bedeckt
Do 25.1.
2/5°

Ausflugstipps von der Stadt Písek

Wie die Stadt Písek selbst, ist attraktiv für Besucher auch die gesamte Region Písek. Von der Stadt Písek aus kann man Ausflüge in die tiefen Wälder der Písek-Berge unternehmen, dessen Geschichte mit der Goldgewinnung zusammenhängt, aber auch in die romantische Landschaft rund um die Otava herum.

Ausflüge in der Region Písek

Das Landesgestüt

Entfernung von Písek: 1 km SE | GPS: 49°17'52.340"N, 14°9'51.552"E
Das Areal des Landesgestüts Písek, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Bereits 1811 wird in Písek erstmals ein Standort für Hengste erwähnt. Die moderne Zuchtära beginnt jedoch erst mit dem anbrechenden 20. Jahrhundert. Damals wurden am östlichen Rand von Písek im von 1901 bis 1902 neu errichteten Gestüt Zuchthengste eingestallt. Anfangs zeichnete die Armee für die Zucht verantwortlich, denn Písek war Garnisonsstadt. 1924 ging dann das Gestüt in die zivile Verwaltung über. Auf dem Gestütsgelände befinden sich neben geräumigen und hellen Ställen auch ein Reitplatz und eine Reithalle, ein Quarantänestall, ein Besamungszentrum sowie Verwaltungsgebäude und Wohnungen. Der Komplex wurde aus Sichtmauerwerk errichtet und mit Jugendstilelementen geschmückt.

Der Jüdische Friedhof

Entfernung von Písek: 1 km NW | GPS: 49°18'59.291"N, 14°7'36.136"E
Der ehemalige jüdische Friedhof am nordwestlichen Stadtrand in den Feldern hinter der Prager Vorstadt ist eine Erinnerungsstätte an die jüdische Gemeinde Píseks, deren Existenz 1940 im Grunde ausgelöscht wurde. Gegründet 1876, wurde er bis zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts genutzt. Danach wurde der Friedhof stark zerstört, ein Teil der Grabsteine wurde fortgebracht. 1990 konnte er jedoch zu einem großen Teil erneuert werden. Der Friedhof erstreckt sich über 4 461 m2 und verfügt über 60 Grabsteine.

Bemalte Kapellen in Albrechtice

Entfernung von Písek: 16 km SE | GPS: 49°15'12.941"N, 14°18'16.481"E
Dorf Albrechtice nad Vltavou im südöstlichen Zipfel der Region Písek zwischen den Städten Písek und Týn nad Vltavou beherbergt ein einmaliges Friedhofsgelände. Die mit Malereien und Versen verzierten Kapellen säumen die gesamten Innenmauer des Friedhofs., Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Die Region Písecko kann sich einer bemerkenswerten Sehenswürdigkeit rühmen, die landesweit ihresgleichen sucht. Sie befindet sich in der Ortschaft Albrechtice nad Vltavou, etwa 16 km von Písek in Richtung Týn nad Vltavou gelegen. Der Besucher des kleinen Dorffriedhofs sieht sich plötzlich in eine andere Zeit versetzt, nicht nur durch die romanische Kirche des Hl. Petrus und Paulus aus dem 12. Jahrhundert, sondern auch durch die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Denkmäler auf der Friedhofsmauer. Im Jahr 1841 wurde auf Initiative des hiesigen Pfarrers Vít Cíza die erste Kapellengruppe errichtet. Die Form der ersten drei Werke wurde auch bei allen weiteren Kapellen eingehalten, die mittlere Kapelle ist immer etwas höher und breiter als die zwei Seitenkapellen, alle drei sind oben mit Eisenkreuzen verziert und jeweils mit einem Bild und einem Vers versehen. Die vom Pfarrer selbst gedichteten Verse in tschechischer Sprache beschreiben vor allem das Leben und den Tot des Verstorbenen. Unter das Epitaph malte der Dorfmaler František Mikule aus Jinín bei Strakonice ein Bild des Patronen oder der Patronin des Verstorbenen. Die Kapellen säumen kreisförmig die gesamte Friedhofsmauer, einige sind auch an der Kirchenaußenwand zu finden.

Das Geheimnis des Putimer Beinhauses

Entfernung von Písek: 6 km SSW | GPS: 49°15'55.830"N, 14°7'9.191"E
Am Fluss Blanice (Blanitz), in der Nähe des Zusammenflusses mit der Otava (Wottawa), liegt die alte Ortschaft Putim, die bereits 1205 zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde., Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Ein ungewöhnliches aber interessantes Ausflugsziel kann auch der Friedhof sein, zumindest der von Putim, der aus der „Schwejks Budweiser Anabasis“ bekannten Ortschaft. Im Norden des Friedhofs steht seit 1741 ein kleines Beinhaus, das dank dem Pfarrer Ondřej Zloch 1829 pietätsvoll hergerichtet wurde – die Schädel und Gebeine wurden damals sorgfältig geordnet. Im Beinhaus sind die sterblichen Überreste von Soldaten, die im Österreichischen Erbfolgenkrieg 1742 gefallen sind. Mit dem Beinhaus ist ein mysteriöses Geheimnis verbunden: auf einem der Schädel war lange ein Soldaten- Dreispitzhut mit Federn aufgesetzt, von dem man erzählte, dass man ihn jedes Mal, wenn er von dem Schädel abgenommen wurde, später wieder am gleichen Platz fand. Keiner weiß, inwieweit diese Volkssage wirklich stimmt, aber nach den Aussagen der hiesigen alten Bürger befand sich in dem Beinhaus tatsächlich so ein Hut. Das Beinhaus schaffte es sogar mit dem Gedicht „V putimské kostnici“ (Im Putimer Beinhaus) in die Poesie. Der Autor, Antonín Klášterský, beschäftigt sich darin mit den Schädeln der gefallenen französischen Soldaten. Die Kenner der klassischen Literatur werden sicherlich das Grab des Putimer Bauers Jan Cimbura aufsuchen, den Jindřich Šimon Baar zur Hauptfigur seines gleichnamigen Romans wählte.

Kestřany

Entfernung von Písek: 5 km SW | GPS: 49°16'12.349"N, 14°4'29.100"E
Die Ortschaft Kestřany in der Nähe von Písek lockt mit ihren erhaltenen mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten – den gotischen Festungen., Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
In dem 5 km südöstlich von Písek gelegenen Ort Kestřany sind zwei gotische Festungen erhalten geblieben. Die ältere Obere Festung entstand in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammt auch die sog. Burggrafschaft. Später wurde die Festung um stattliche Wohntürme erweitert, auf der Südseite wurde ein Palastflügel (am Beginn des 16. Jahrhunderts) angebaut. Darin befindet sich ein Saal, dessen Gewölbe mit Renaissance-Fresken verziert ist. Die Festung war von einem Wassergraben und einem Festungswall umgeben. In unmittelbarer Nähe der Oberen Festung wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts die sog. Untere Festung errichtet. Sie besteht aus einem stattlichen, zweistöckigen, von Gebäuden umgebenen Wohnturm. Das Festungswerk wurde durch ein zylindrisches Bollwerk verstärkt. In der Nachbarschaft der Festungen wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts ein kleines Barockschloss errichtet.

Die Burg Zvíkov

Entfernung von Písek: 18 km N | GPS: 49°26'20.364"N, 14°11'33.001"E
Als Perle der südböhmischen mittelalterlichen Architektur gilt die über dem Zusammenfluss von Otava und Moldau gelegene, in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von Přemysl Otakar I. errichtete Burg Zvíkov., Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Die Burg Zvíkov wurde im 13. Jahrhundert von Přemysl Otakar I. gegründet und diente als Sitz der Premysliden. Später ging sie in den Besitz der Rosenberger und Schwanberger über. Auf dem Weg zum Burgpalast ist der Turm Hlízová věž, auch Markomannen-Turm genannt, zu sehen, dessen Steinmarkierungen zum Gegenstand von jahrelangen Spekulationen wurden, manche Forscher hielten sie sogar für Runenzeichen.

Das Schloss Orlík nad Vltavou

Entfernung von Písek: 30 km N | GPS: 49°30'46.108"N, 14°10'11.661"E
Das Schloss Orlík stand ursprünglich, ähnlich wie die Burg Zvíkov, auf einem hohen Felsen einige dutzend Meter über dem Fluss. Nach dem Auffüllen der Orlík-Talsperre vor fünfzig Jahren erinnert Orlík eher an eine Wasserburg., Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Das Schloss Orlík nad Vltavou war ursprünglich ebenfalls eine Königsburg aus dem 13. Jahrhundert. Es wurde mehrmals umgebaut und erweitert, seine heutige neugotische Gestalt stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach einer Besichtigung der umfassenden Jagdwaffen- und Jagdtrophäensammlung können Sie den weitläufigen Schlosspark mit der im südöstlichen Teil gelegenen Gruft der Schwarzenberger bewundern.


Orlík-Talsperre

Entfernung von Písek: 12 km NE | GPS: 49°21'24.513"N, 14°16'22.479"E
Orlík-Stausee, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Die am Flusskilometer 144,65 zwischen 1956 und 1966 gebaute Wasseranlage Orlík ist nicht nur der größte Stausee der gesamten Moldaukaskaden, sondern auch der volumenreichste See in ganz Tschechien. Der primäre Zweck der Wasseranlage Orlík besteht in der Wasserspeicherung zur Erhöhung der Durchflussmengen am unteren Flusslauf der Moldau (beziehungsweise auch der Elbe), im Schutz des Gebiets unter dem Stausee, einschließlich der Hauptstadt, vor Hochwasser und in der Stromproduktion. Der See wird selbstverständlich auch für Sport, Erholung, die Fischerei und Schifffahrt genutzt.

Milevsko (Mühlhausen), Prämonstratenserkloster

Entfernung von Písek: 25 km NE | GPS: 49°27'24.189"N, 14°22'4.933"E
Milevsko - Das Prämonstratenserkloster, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Stadt mit ehemaligem Prämonstratenserkloster, das zu den ältesten und kostbarsten Denkmälern in Südböhmen gehört. Es wird bereits im Jahre 1184 erwähnt und mit der romantischen Kirche Mariä Heimsuchung (kostel Navštívení Panny Marie) schrittweise bis ins 14. Jahrhundert erbaut, es machte später weitere Umbauten durch. Auf den Friedhof hinter dem Klostergelände steht die gotische St.-Ägidius-Kirche mit romanischem Turm.

Krokodilzoo Protivín

Entfernung von Písek: 15 km SO | GPS: 49°12'1.141"N, 14°13'3.212"E
Crocodile Zoo Protivín, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
Im einmaligen Krokodilzoo bekommen Sie einige interessante Krokodilarten zu sehen. Eine Rarität ist der in europäischen Zoos einzige Albino Alligator sowie Golem - das Meereskrokodil, mit seinen vier Metern Länge die größte Krokodilart weltweit. Zu sehen sind auch Alligatoren, Kaimane, giftige Schlangen sowie eine Ausstellung über Jungtiere.